Warum Leistungssportler oft Zahnprobleme haben

| 11. Februar 2015 | Kommentare (1)

Sportler achten bekanntermaßen sehr auf ihre durchtrainierten Körper. Doch wie aus einer englischen Analyse hervorgeht, vernachlässigen bis zu 75 Prozent der Sportler ihre Mundhygiene und leiden unter chronischen Zahnproblemen. Das wirkt sich negativ auf die sportliche Leistung aus und behindert die Athleten in ihrer sportlichen Entwicklung.

Man muss kein Experte sein um zu wissen, dass vor allem Leistungssportler auf ihren Körper achten und diesen in geregelten Abständen von einem Arzt auf Herz und Nieren überprüfen lassen sollten. Denn nur mit einem gesunden Körper ist es möglich sportliche Höchstleistungen zu erreichen. Doch neben der Untersuchung von Muskeln, Gelenken und Organen sollten auch die Zähne keinesfalls vernachlässigt werden und am besten regelmäßig eine Zahnarztpraxis in Köln, Berlin, Hamburg oder wo auch immer man wohnt, aufgesucht werden. Denn in England kamen jetzt zum Thema Zähne und Leistungssport sehr interessante Ergebnisse ans Tageslicht.

Zähne, Gebiss © Lauren Oliver / Flickr

Demnach haben Forscher durch die Auswertung von insgesamt 39 Studien herausgefunden, dass seit den Olympischen Spielen in Mexiko City 1968 Leistungssportler oftmals die Kontrolle ihrer Zähne vernachlässigten und unter Zahnproblemen oder Entzündungen leiden. Die Folge, der Körper des Sportlers wurde sowohl physisch als auch psychisch geschwächt. Weiterhin wurden der Schlaf als auch die Nahrungsaufnahme dadurch beeinträchtigt. Mittlerweile führt jeder dritte Arztbesuch eines Berufssportlers in eine Zahnarztpraxis.

Viele Athleten leiden unter Zahnproblemen

Veröffentlicht wurde die Zahnanalyse der Leistungssportler von Professor Ian Needleman und seinen Kollegen im „British Journal of Sports Medicine“. Wie es heißt sollen bis zu 75 Prozent der Athleten unter Zahnproblemen leiden. 85 Prozent der Athleten haben Probleme mit dem Zahnschmelz, während bis zu 15 Prozent von Zahnfleischerkrankungen betroffen sind.

In Risikosportarten wie beispielsweise Eishockey, Rugby oder Fußball, in denen starker Körperkontakt an der Tagesordnung ist, gaben 57 Prozent der befragten Sportler an, Verletzungen an den Zähnen erlitten zu haben. Diese Art von Verletzungen erklärt sich jedoch von selbst und kann nur durch das Tragen eines Mundschutzes vorgebeugt, aber nicht gänzlich verhindert werden.

Typische Sportlernahrung ein Problem

Doch wie schaut es mit den anderen Erkrankungen aus und was sind die Ursachen dafür? Die Forscher vermuten, dass die von Sportlern bevorzugte kohlenhydratreiche Ernährung mit Zucker und Stärke das Wachstum von Bakterien im Mund anregt, die dann wiederum Karies verursachen. Auch die säurehaltigen Sportgetränke und der Verzicht von Getränken während des Wettkampfes stellen Probleme für die Zähne dar. Zudem wird vermutet, dass einige Athleten auch unter Essstörungen leiden, was bekanntermaßen ebenso ein erhöhtes Risiko für ein schlechtes Gebiss darstellt.

Keine Rolle spielt nach Ansicht der Forscher hingegen die Herkunft des Sportlers, da „Zahngesundheit ein bestimmender Faktor der Lebensqualität ist“.

Was lernen wir daraus: Ambitionierte Sportler sollten ernsthaft in Erwägung ziehen, vor dem nächsten Wettkampf / Wettbewerb dem Zahnarzt einen Besuch abzustatten.

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Einordnung / Kategorie: Medizin & Gesundheit

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