Sneaker im Fitnessstudio – Do or Don’t?

| 6. Januar 2014 | Kommentare (1)

Der Sneaker steht für ein ganz besonderes Image – und das ist nicht unbedingt eins der Sportlichkeit. Wenn wir Sneaker anziehen, dann meist in unserer Freizeit, denn die Schuhe sind bequem, lässig und erlauben uns einen entspannten Gang. Aber eignen sich die Sneaker auch für den Gang ins Fitnessstudio?

Sneakers © Aurimas Adomavicius / Flickr

Im Schleichgang zur Hantelbank

Bei jeder Sportart werden ganz besondere Ansprüche an die Schuhe gestellt. Sprintsportarten etwa haben Sportschuhe mit starrer Sohle, während Laufschuhe eine ganz besondere Dämpfung bieten. Die meisten Sneaker sind diesen Ansprüchen nicht gewachsen, doch im Fitnessstudio sieht man immer wieder Trainierende in Sneakers.

Das kann zum einen modische Gründe haben, aber auch praktische: Denn viele Sneakers haben eine helle Sohle und bieten einen guten Halt. Außerdem haben selbst Sportmuffel meist ein paar Sneaker in ihrem Schuhschrank, die sie mal eben zum Training entbehren können.

Die meisten Sneakers, die es im Übrigen online bei www.frontlineshop.com zu kaufen gibt, sind ohnehin ehemalige Sportschuhe, die beliebtesten Modelle sind aus den Handball- und Fußballschuhen der vergangenen Jahrzehnte hervorgegangen. Eine absolute Zweckentfremdung findet also nicht statt. Auch wenn Sneakers heutzutage Freizeitschuhe sind, in den 70er Jahren sahen so Sportschuhe aus. An den Sohlen, die meist für schnelles Abstoppen gemacht sind, erkennt man die Verwandtschaft zu Hallenschuhen noch heute.

Stabil sind vor allem Sneaker aus Leder, auch die Formstreifen sorgen für einen guten Halt, aber im Fitnessstudio sind Sneakers längst nicht jedem Anspruch gewachsen.

Mit dem richtigen Halt

Wer im Fitnessstudio größtenteils an Maschinen und freien Gewichten trainiert, kann problemlos auch Sneaker tragen. Schwieriger wird es etwa auf dem Laufband – hier eignen sich Laufschuhe besser, da die Sohle abrollen kann. Auch Sneaker, die ehemals Sportschuhe waren, sind mit ihren recht starren Sohlen nicht für Abrollbewegungen gemacht.

Gerade Sportler mit angeschlagenen Knöcheln sollten zudem von Sneakern absehen, hier bieten sich eher Schuhe mit hohem Schaft an. Durch die Schnürung entsteht ein zusätzlicher Schutz für das Gelenk, vor allem bei Kniebeugen mit Gewicht macht sich die erhöhte Stabilität bemerkbar.

Wer viel mit freien Gewichten trainiert, sollte zudem darüber nachdenken, ob ihm die weiche Oberhaut der Sneakers den richtigen Schutz bietet, falls einmal ein Gewicht stürzt. Je nach Training können Sneakers einem Workout im Fitnessstudio also absolut angemessen sein – allerdings nicht aus modischen, sondern aus sportlichen Gründen.

Form und Funktion

Sneakers bieten für verschiedene Sportarten durchaus Alternativen zu dezidierten Sportschuhen. Zwar sind sie nicht so flexibel wie Laufschuhe, nicht so spezialisiert wie Fußballtöppen, jedoch sind gute Sneakers die perfekten Allrounder, die man zum Training tragen kann.

Solange die Sneakers also noch nicht ausgelatscht sind, sondern noch genügend Halt bieten, kann jeder Sportler auch im Studio die Leisetreter tragen. Nur ein Extrapaar sollte es sein, denn ein Tabu gibt es in jedem Sportstudio: Straßenschuhe bleiben draußen.

Foto © Aurimas Adomavicius / Flickr

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Einordnung / Kategorie: Fitness, Sportausrüstung, Training

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