Die skurrilsten Schönheitsoperationen

| 25. September 2009 | Kommentare (3)

Die Sehnsucht nach gutem Aussehen ist so alt wie die Menschheit. Entsprechend haben Schönheitschirurgen Hochkonjunktur. Fett absaugen, liften oder Brustvergrößerungen gehört da zum Alltag. Über den Sinn solcher Eingriffe mag man streiten. Doch es gibt OPs, die einfach nur unsinnig sind. Wir zeigen drei Beispiele.

High Heels © Flickr by Markusram Penis verdicken:
Bei dieser OP wird Eigenfett aus dem Bauch– oder Hüftbereich entnommen. Die Fettzellen werden durch eine Ultrazentrifuge gereinigt, aufbereitet und mit einer feinen Kanüle in den Penis eingespritzt. Dadurch kommt es zu einer Verdickung, die sich mit der Zeit abbaut. Anschließend entsteht Eigengewebe.

Einen positiven Einfluss auf die Potenz hat eine Penisverdickung auch nicht. Im Gegenteil – Operationen im Intimbereich können zu Impotenz führen oder Narben hinterlassen.

Der Kostenfaktor liegt zwischen 5.000 bis 7.000 Euro.

Zehenglied entfernen:
Klingt absurd, ist aber fast schon ein neuer Trend in New York. Warum?  Wer sich ein Zehenglied entfernen lässt, passt besser in die engen High Heels. Doch Vorsicht, die Operation ist sehr aufwendig, da meist auch der dritte oder vierte Mittelfußknochen entfernt werden muss.

Zudem besteht die Gefahr, dass unschöne Narben an die fragwürdige Amputation ewig erinnern.

Der Kostenfaktor liegt zwischen 5.000 bis 7.000 Euro.

Jungfernhäutchen rekonstruieren:
Soll es ja tatsächlich geben. Oft wünschen sich wohlhabende asiatische Männer solch einen Eingriff bei ihrer Frau. Hierbei wird das Jungfernhäutchen entweder durch Fremdmaterial ersetzt oder Teile der übrig gebliebenen Hymens werden mit der Schleimhaut vernäht.

Der Kostenfaktor liegt zwischen 500 bis 1.000 Euro.

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Einordnung / Kategorie: Medizin & Gesundheit, Wellness & Beauty

Kommentare (3)

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  1. Nadja sagt:

    Schönheitsoperationen im Intimbereich steigen generell an. Auch die so geannten Labioplastik, bei der (meist nur die inneren) Schamlippen und/oder die Klitorishaut verkleinert oder gar ganz entfernt werden.

    Viele dieser Operationen sind rein „ästhethischer“ Natur. Dadurch, dass durch den Trend zur Intimrasur die (weiblichen) Geschlechtsteile deutlicher sichtbar sind, beginnt bei vielen Frauen die Unsicherheit, ob sie gut aussehen. Da sie sich dann meistens mit (durch Photoshop bearbeiteten) Bilder vergleichen, wünschen sie sich ebenfalls solch (bearbeitete und nicht natürliche) Genitalien. Die Gefahr bei solchen Eingriffen ist immer, seine (bzw. ihre) Orgasmusfähigkeit zu verlieren.

    Dies erinnert an die weibliche Genitalverstümmelung, die traditionell in vielen Teilen Afrikas (und in zunehmenden Maße auch in Europa) praktiziert wird. Auch wenn hier noch der Unterschied besteht, dass diese meist an kleinen Mädchen durchgeführt wird und sich hier erwachsene Frauen (beeinflussst durch ein Schönheitsideal) dafür entscheiden.

    Das gilt übrigens auch für die Zehengliedamputation. So was änliches hat man in China ja auch mal jahrtausendelang ausprobiert… 😉

  2. Julia sagt:

    Von diesen Operationen habe ich noch nie gehört. Hoffentlich macht niemand so was. Interessant wären hier Daten, wie oft OPs dieser Art durchgeführt werden. Ohrenkorrektur, Nasenkorrektur, sogar Brustvergrößerung kann ich verstehen aber Jungfernhäutchen rekonstruieren? nein danke!

  3. Florian sagt:

    Also es ist schon überraschend, womit man so unzufrieden sein kann. Ich persönlich möchte zwar auch möglichst bald eine Nasenkorrektur machen lassen, ich habe aber eben auch einen echt krummen Zinken im Gesicht. Auf solch absurde andere Ideen wäre ich nie gekommen. Tja die Medizin kann eben jedem helfen, ist ja irgendwie auch erfreulich.

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