Alkohol behindert Muskelaufbau

| 21. September 2009 | Kommentare (2)

Ob auf den Wiesn in München, den Wasn in Stuttgart oder auf allen anderen Oktoberfesten quer durch die Republik. Der Bierkonsum in Deutschland dürfte dieser Tage in die Höhe schnellen. Doch nicht nur im Frühherbst trinkt der Deutsche gern. Dabei vermindert Alkohol nicht nur die sportliche Leistung, sondern behindert auch gleichzeitig den Muskelaufbau.

Bier © Flickr / Jan Beckendorf Dass Alkohol jede Menge negative Eigenschaften mit sich bringt, ist bekannt. Doch auch aus sportlicher Sicht ist Bier und Co. ungeeignet. Schließlich werden bei übertriebenem Konsum die Trainingserfolge zunichte gemacht. Aber wieso?

Alkohol verzögert die Regenerationsprozesse nach dem Sport erheblich. Das ist schlecht, da der Muskel bekanntermaßen nun mal in der Erholungsphase wächst. All das anstrengende Training im Studio wäre somit umsonst.

Das Problem ist, dass der Körper den Alkohol nicht zur Energieversorgung der Muskulatur heranziehen kann. Er wird nur in der Leber verarbeitet. Somit steht die Leber nach dem Alkoholgenuss nur noch beschränkt für andere Stoffwechselvorgänge zur Verfügung. Das betrifft auch die für den Muskelaufbau notwendige Kohlenhydrat- und Eiweißaufnahme.

Zudem bewirkt Alkohol eine Entleerung der Energiespeicher in den Muskeln. Die muskelabbauende (katabole) Phase nach dem Training wird somit verlängert.

Darüber hinaus senkt Alkohol über Stunden den Testosteronspiegel. Für den Muskel ist Testosteron jedoch das wichtigste Hormon überhaupt. Außerdem entzieht der Alkohol dem Körper Wasser, wodurch die Nährstoffversorgung der Muskelzellen sowie der Abtransport von Schadstoffen erschwert wird.

Wer es wirklich ernst mit dem Muskelaufbau meint, sollte daher auf große Trinkgelage verzichten. Für eine optimale Leistungsentwicklung sind bereits mehr als zwei Bier am Wochenende schädlich. Und ein ausschweifender Alkoholkonsum macht in etwa die Trainingsbemühungen der letzten drei Wochen zunichte.

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Einordnung / Kategorie: Fitness, Training

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  1. […] Das Alkohol in großen Mengen negative Auswirkungen auf unseren Körper hat, ist wohl unumstritten. Woran genau das aber liegt, wusste ich lange Zeit gar nicht so recht, und habe es deshalb für mich und für euch mal ein wenig recherchiert. Das Thema ist relativ komplex, daher unterteile ich es im Folgenden in drei Punkte, basierend auf den Hauptgesichtspunkten, die beim Thema Alkohol und Sport eine Rolle spielen: 1. Alkohol und Kalorien Alkohol hat mit 7 kcal pro Gramm einen sehr hohen Nährwert. Zum Vergleich: ein Gramm Zucker hat nur 4 kcal. Ein Glas Wein (140 ml) schlägt mit etwa 100 Kalorien zu Buche, süßer Wein sogar mit 230 Kalorien pro Glas. Die meisten Kalorien bringen natürlich Cocktails mit sich: ein Piña Colada kommt auf etwa 300 Kalorien pro Glas. Das Problem: anders als andere Nährstoffe erzeugt Alkohol (Fachbegriff: Ethanol) kein Sättigungsgefühl, ist also keinesfalls geeignet, eine Mahlzeit zu ersetzen. Alkohol treibt die Kalorienbilanz also eher nach oben. Alkohol übernimmt im Körper außerdem den Vorrang vor der Verbrennung von Fett und Kohlenhydraten, sodass die Kalorien aus dem Alkohol nahezu immer komplett verwertet werden. Wer also Körperfett abbauen will, sollte sich der Kalorien, die beim Konsum von Alkohol im Körper zusätzlich zu den Kalorien aus normalen Mahlzeiten auflaufen, gut bewusst sein. Hinzu kommt, dass ich sicherlich nicht die Einzige bin, die nach einem ordentlichen Trinkgelage nachts um halb Drei noch zur Hotdog-Bude rennt und sich auch dort noch die ein oder andere Kalorie reinschaufelt. 2. Alkohol hemmt die Proteinsynthese Warum Alkohol fürs Abnehmen schwierig ist, haben wir in Punkt 1 also gelernt. Wie ist das aber nun mit Alkohol und Muskelaufbau? Tja, dazu gibt es Folgendes zu vermelden: Alkohol hemmt direkt die Proteinsynthese, was zu stagnierendem Muskelaufbau führt. Unser Körper kann Alkohol nicht zur Energieversorgung der Muskulatur nutzen. Alkohol kann nur in der Leber verarbeitet werden, wodurch die Leber nur noch eingeschränkt für andere Stoffwechselvorgänge zur Verfügung steht. Und das betrifft natürlich auch die Kohlenhydrat- und Eiweissaufnahme, welche für den Muskelaufbau notwendig ist. 3. Alkohol verzögert die Regeneration nach dem Sport Als wären Punkt 1 und 2 nicht schon deprimierend genug, gibt es noch einen weiteren gravierenden Nachteil von Alkohol:  er verzögert die Regenerationsprozesse nach dem Sport erheblich. Da unsere Muskeln in der Erholungsphase wachsen, ist es also denkbar ungünstig, wenn diese Erholungsphase behindert wird. Alkohol entleert die Energiespeicher unserer Muskeln, wodurch die muskelabbauende (katabole) Phase nach dem Training verlängert wird. Desweiteren senkt Alkohol den Testosteronspiegel. Testosteron wird jedoch für den Muskelaufbau benötigt, denn unter Testosteroneinwirkung kommt es in der quergestreiften Muskulatur zu einer Zunahme der Muskelmasse. Auch am Herzmuskel sorgt Testosteron für starken Muskelaufbau. Und zu guter Letzt entzieht Alkohol dem Körper auch noch Wasser und behindert dadurch die Nährstoffversorgung der Muskelzellen, sowie den Abtransport von Schadstoffen. Neuseeländische Wissenschaftler haben übrigens herausgefunden, dass auch ein mäßiger Alkoholkonsum bereits negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Muskeln hat. Nach den soeben erläuterten Negativ-Punkten des Alkohols eigentlich auch nicht weiter verwunderlich. Die Wissenschaftler haben Freizeitsportler untersucht, die nach einem anstrengenden Training Alkohol trinken sollten. In den darauf folgenden Trainingseinheiten, 36 und 60 Stunden später, waren diese Sportler deutlich weniger leistungsfähig als Sportler, die zum Vergleich keinen Alkohol getrunken hatten. Der Vollständigkeit halber bleibt noch zu erwähnen, dass der Mythos von “ein wenig Alkohol ist gesund” zumindest teilweise stimmt. So enthält Rotwein beispielsweise das Cholesterin-senkende Antioxidant Resveratrol. Dieses kann man allerdings auch als Präparat, ohne die Kalorien des Rotweins drum herum zu sich nehmen. Bei regelmäßigen Biertrinkern hingegen wurde zum Beispiel ein um 30% erhöhter Gehalt des Vitamins B6 im Blut festgestellt. Dieses Vitamin kommt allerdings auch in nahezu allen Lebensmitteln tierischer und pflanzlicher Herkunft vor, sodass eine Mangelerscheinung daran höchst selten ist – und zudem nicht zwingend mit Bier behoben werden muss. Fazit: Wer es mit dem Leistungssport ganz genau nimmt, sollte auf Alkohol wirklich nahezu verzichten. Allerdings ist dies natürlich auch eine Frage der Lebensqualität und der persönlichen Trainingsziele. Wer möchte schon auf jeder Party immer nur Wasser trinken… Eure Evey Nützliche Links:  Kalorientabelle Spirituosen: http://www.daskochrezept.de/kalorientabelle/spirituosen/ Quellenangaben: Runnersworld.de Muskel-Guide.de Fit4Life-Magazin.de […]

  2. […] Quellenangaben: Runnersworld.de Muskel-Guide.de Fit4Life-Magazin.de […]

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